Luckenwalde, 27.01.2024, von JW

Ausbildungsdienst Januar

Ausbildung mit dem hydraulischen Rettungssatz an einem Übungs-PKW

Für den Technischen Zug fand am vergangenen Samstag der erste monatliche Ausbildungsdienst im neuen Jahr statt. Zunächst wurden gruppenspezifische Aufträge erfüllt. Die Fachgruppe N beschäftigte sich mit dem Ausleuchten von größeren Flächen, indem sie Flächenleuchten und Scheinwerfer aufbauten und in Betrieb nahmen. Im Anschluss wurde noch ein SG30-Zelt aufgestellt. Währenddessen erhielt die Bergungsgruppe den Auftrag, unseren Übungs-PKW hervorzuholen. Dieser war in einer Ecke abgestellt und sollte gut zugänglich auf dem Hof stehen. Da der PKW nicht mehr fahrbereit war, mussten die Helfenden mittels Mehrzweckzug den PKW aus der Ecke ziehen. Für die erste Teilstrecke konnte der MLW als Anschlagspunkt genutzt werden, aber für die zweite Strecke wurde ein Erdanker benötigt. Dieser wird mit Erdnägeln auf Bodenhöhe selbstgebaut, wenn keine anderen geeigneten Anschlagspunkte zur Verfügung stehen.

Nachdem der PKW an seinem Zielort stand, ging es in den eigentlichen Ausbildungsteil über, das Arbeiten mit dem hydraulischen Rettungssatz. Umgangssprachlich ist dieser unter dem Begriff „Schere und Spreizer“ bekannt. Der hydraulische Rettungssatz wurde dabei mit dem klassischen Aggregat und der neuen Handpumpe genutzt. Mit der Handpumpe ist es möglich die Geräte auch in Gebäuden zu nutzen, da kein Verbrennungsmotor benötigt wird.

Ziel des Ausbildungsdienstes war es, dass die Helferinnen und Helfer den hydraulischen Rettungssatz auch an einem Kraftfahrzeug anwenden können. Da das THW in der Regel selten Personen aus eingeklemmten Kraftfahrzeugen befreit, haben die Einsatzkräfte nicht oft die Gelegenheit an einem PKW zu üben im Vergleich zur Feuerwehr. Gerade an einem PKW gibt es viele Besonderheiten (Airbag, Elektronik, verstärkte Punkte in der Karosserie) zu beachten, um sich und andere Personen nicht zu gefährden. Daher war es für unsere Helfenden eine ganz besondere Freude sich an dem PKW ausprobieren zu können. Am Ende waren alle Türen, die Heckklappe und das Dach ab und alle um einiges an Wissen reicher.


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