Die visuelle Dokumentation spielt eine zentrale Rolle in der Öffentlichkeitsarbeit des THW. Ob Bilder von Einsätzen, Ausbildungsdiensten oder Veranstaltungen – sie vermitteln der Öffentlichkeit einen Eindruck von der Arbeit der Ehrenamtlichen. Um die Qualität dieser Aufnahmen zu verbessern, fand im Ausbildungszentrum Hoya eine umfassende Fortbildung zu Fotografie und Film im THW statt.
Praxisorientierte Ausbildung auf dem Gelände des Ausbildungszentrums
Im Fokus des Lehrgangs standen die Grundlagen der Fotografie und Videografie: Wie finde ich das richtige Motiv? Wie setze ich Inhalte gezielt in Szene? Welche technischen Einstellungen sind entscheidend? Die Teilnehmer, darunter auch unser Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit, erlernten praxisnah die wichtigsten Grundlagen.
Das große Ausbildungsgelände bot ideale Bedingungen für die praktischen Übungen. Hier konnten verschiedene Einsatzszenarien nachgestellt und in Bildern oder Videos festgehalten werden. Besonders intensiv wurden Nachtaufnahmen geübt – eine besondere Herausforderung für Fotografen, da Lichtquellen gezielt eingesetzt werden müssen, um Details sichtbar zu machen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Fortbildung war die Durchführung von Interviews. Gerade in der Berichterstattung zu Einsätzen ist es essenziell, O-Töne von Einsatzkräften oder Verantwortlichen einzufangen. Hier wurde geübt, wie man Fragen stellt, natürliche Gesprächsatmosphären schafft und Bild- sowie Tonqualität optimiert.
Dokumentation von Einsätzen und Videobearbeitung
Ein zentrales Thema war zudem die vollständige Dokumentation von Einsätzen. Von der ersten Alarmierung bis zum Abschluss des Einsatzes muss jeder Schritt nachvollziehbar festgehalten werden. Dies dient nicht nur der Öffentlichkeitsarbeit, sondern kann auch zur späteren Auswertung und Schulung genutzt werden.
Ergänzend dazu erlernten die Teilnehmer den professionellen Videoschnitt. Das vor Ort aufgenommene Rohmaterial wurde in moderne Bearbeitungsprogramme eingefügt, geschnitten und vertont. So entstanden hochwertige Kurzvideos, die sowohl für die interne Dokumentation als auch für Social Media oder Presseanfragen genutzt werden können.
Rechtliche Aspekte der Medienarbeit
Neben den technischen und gestalterischen Aspekten standen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Fokus. Die Teilnehmer wurden umfassend über Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und Urheberrecht informiert. Gerade im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist es wichtig, dass Bildmaterial korrekt verwendet wird und keine Rechte Dritter verletzt werden. Dies betrifft insbesondere Aufnahmen von Personen, Einsatzorten oder kritischer Infrastruktur (KRITIS). Die Fortbildung sensibilisierte die Teilnehmenden dafür, welche rechtlichen Vorgaben bei der Veröffentlichung von Fotos und Videos beachtet werden müssen.
Fazit: Wertvolle Kenntnisse für die Öffentlichkeitsarbeit
Am Ende des Lehrgangs konnten alle Teilnehmenden ihren Erfahrungshorizont erweitern und ihre praktischen Fertigkeiten erheblich verbessern und kehrten mit wertvollem Wissen und neuen Ideen für die Dokumentation und Berichterstattung der Einsätze und Veranstaltungen zurück. Die erworbenen Kenntnisse werden zukünftig dazu beitragen, die Arbeit unseres Ortsverbandes noch professioneller in der Öffentlichkeit zu präsentieren.